Stromboli

Aiolos, der Gott des Windes.

Aiolos, König der äolischen Inseln, hütete die Winde in einer Höhle seiner Insel und konnte sie nach eigenem Ermessen oder nach dem Wunsch der Götter loslassen. Er war mit der Tochter des Liparos, des ersten Königs der Inseln verheiratet. Als Odysseus zu den Inseln kam, überreichte ihm Aiolos einen Lederschlauch, in dem die Winde gefangen waren. Die Schiffer, die neidisch auf Odysseus vermeintlichen Schatz waren, öffneten jedoch den Schlauch, wodurch sie nach Äolia zurückgetrieben wurden. Der König verjagte sie jedoch diesmal. Odysseus musste weiter segeln.

Dieser alte Mythos, auch in der Odyssee beschrieben, schien auch heute noch lebendig zu sein. Als wir im Winter des Jahres 1991/92 zu einem 14 tätigen Urlaub auf der Insel Stromboli aufbrachen, konnten wir dort wegen hohen Seegangs nicht landen und kamen erst nach 4 Tagen dort an.

Die Hinfahrt

Wir hatten von Berlin aus ein Flugzeug nach Mailand genommen, waren dort in eines nach Neapel umgestiegen. Hier trafen wir noch ein weiteres Mitglied der Gruppe, und zwar Andrea, die einen Tag vorher aus London nach hier geflogen war und in einer Jugendherberge übernachtete. Wir hoffen auf mildes Wetter jedoch war es stürmisch und wolkenverhangen. Am Abend wollten wir vom Haufen aus ein Schiff besteigen, welches uns über Nacht nach der Insel Stromboli bringen sollte.

Als wir jedoch im Reisebüro unsere Tickets abholen wollten, erfuhren wir, dass das Schiff noch nicht in den Hafen eingelaufen war. Nun hatten wir uns eine Unterkunft zu suchen und fanden schließlich eine Pension. Unsere Gruppe bestand aus Clemens mit seiner Freundin Vera die ihr Baby von ca. 8 Wochen dabei hatte. Ich war etwas besorgt wegen Josephine, sie hatte jedoch den Flug recht gut überstanden. Sie schlief viel im Arm ihrer Mutter und wurde noch gestillt.

Dann war noch ein älterer Freund von Clemens, namens Onno dabei, dann ich und meine Tochter Brigitta. Es war eine bunt zusammengewürfelte Gruppe. Wir hatten die Reise gut geplant, Sachen für kühles wie für wärmeres Wetter eingepackt, auch Bettwäsche, Handtücher und einige Dosen Proviant dabei, da wir dort ein kleines Haus gemietet hatten.

Wir schlenderten durch die Hafenstraßen. Das Wetter war milder als in Deutschland. Ich wunderte mich, dass ich bei einer Bank am Geldautomaten tatsächlich auf meine EC-Karte Geld ausgezahlt bekam. Hinter dem Hafen war der Vesuv zu erkennen, aus dem eine leichte Rauchwolke aufstieg.

Den Abend verbrachten wir Wein trinkend in einer Trattoria, aßen Pizza und in Öl eingelegte Oliven und Paprikaschoten. Wir glaubten sicher, dass wir am nächsten Morgen weiter konnten. Doch der Wind hatte sich nicht gelegt. Das Schiff war nicht im Hafen, so dass wir nun überlegten, wie wir weiter in den Süden kommen konnten. Eine Zugverbindung nach Sizilien war im Gespräch. Jedoch kamen wir überein, ein Auto zu mieten, dessen Fahrtkosten durch die Personenzahl geteilt, wohl günstiger war.

So fuhren wir nun los, zuerst durch die engen Gassen der Stadt Neapel, deren chaotischer Verkehr sprichwörtlich ist. Es schien keine Disziplin zu herrschen, die Wagen fuhren kreuz und quer, hupten wild und schienen Polizisten, die andauernd ihre Pfeife ertönen ließen, zu ignorieren. Dann ging es über die Autobahn Richtung Süden. Wir mussten hoch in den Appenin, da die Küstenstraße durch die vielen Buchten längere Zeit in Anspruch genommen hätte.

Doch am Nachmittag während des starken Verkehrs über die Feiertage, begann es zu schneien. Es war feuchter pappiger Schnee, der wegen der Dichte des Schneefalls jedoch anfing, liegen zu bleiben. Es begann, dunkel zu werden, und ich fürchtete nun um das Baby, welches jedoch im Arm seiner Mutter auf dem Rücksitz seelenruhig schlief.

Indessen wurde der Schneefall dichter, und als wir eine gewisse Höhe erreicht hatten, stockte der Verkehr; die Straße wurde gesperrt. Wir beschlossen, in die Küstenregion hinunter zu fahren, wo es wärmer war. Je tiefer wir kamen, ging der Schneefall in Regen über. Wir fuhren durch malerische Orte an steilen Buchten, mussten jedoch wieder eine Zwischenstation einlegen, da wir an dem Abend nicht mehr bis Sizilien kamen.

So übernachteten wir wieder in einer Pension. Jetzt im Winter waren viele geschlossen, doch wir fanden eine und hofften auf niedrige Preise. Die Italiener langten jedoch zu. Bereits in Neapel versuchte ein Straßenhändler mich beim Kauf von Orangen zu betrügen. Er rechnete jedoch nicht damit, dass ich den Gegenwert der Lira kannte.

Die Pension lag in der Nähe des Meeresufers, an dessen Strand noch hohe Wellen schlugen. Die Italiener sagten, dass ein solches Wetter lange nicht gewesen wäre. Die gesamte Küste wäre in Mitleidenschaft gezogen und viele Anlagen seien zerstört.

Zum Abendessen gingen wir in eine Trattoria, wo wir ein vorzügliches Abendessen einnahmen, welches nicht nur aus Pizza und Spaghetti bestand. Der Speiseraum war in dunklem Rot gehalten, welches Charly wohl gefiel, denn sie sah sich um und blickte zufrieden. Das Rot schien eine angenehme Wirkung auf sie auszuüben.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter die Küstenstraße entlang bis wir nach Reggio di Calabria kamen, von wo aus wir die Fähre nach Sizilien nahmen und über die Meerenge übersetzten. Das war also die Straße von Messina. Auch hier versuchte sogar der Schalterbeamte, der uns die Karten verkaufte, uns zu betrügen.

In Messina, wo wir uns gleich am Bahnhof befanden, mussten wir in einen Zug steigen, der uns nach Catania bringen sollte. Kurz vor den Feiertagen waren eine Menge Menschen unterwegs, allerdings kaum Touristen, sondern Einheimische. Eine Menge Menschen standen am Bahnsteig, und es begann eine Jagd nach Plätzen. Die Fahrt dauerte nur eine Stunde, und es war bereits Abend, als wir am Hafen ankamen. Das Wetter war nun mild, so dass wir in einem der Cafes am Strand draußen sitzen konnten.

Eine große Fähre sollte uns nach Stromboli bringen, und wir wähnten uns nun bald am Ziel, denn in zwei Tagen war Heiligabend. Aber wieder machte uns der Wind wieder einen Strich durch die Rechnung. Das Meer war noch sehr aufgewühlt, so dass eine Landung auf Stromboli, wo wir wegen des Hafens in kleine Boote hätten umsteigen müssen, noch immer nicht möglich war. Und so stiegen wir auf der größten der Liparischen Inseln, auf Lipari aus.

Nach einem Anruf bei unserer Hausvermieterin vermittelte uns diese eine Pension in der Hafenstadt. Wieder mussten wir nun eine Nacht verbringen, ohne dass wir am Ziel waren. Die Zimmer waren kalt und dunkel, obwohl sehr gut eingerichtet mit schweren dunklen Möbeln. Unser Raum waren groß mit einem Tisch in der Mitte und Stühlen mit hohen Lehnen.

Wir sahen uns noch nach dem Abendessen die Stadt an und gingen durch die malerischen Gassen. Kleine zweistöckige Häuser, weiß getüncht mit Balkonen, die mit schmiedeeisernen Gittern versehen waren. Überall hingen Blumen, für uns ein ungewohnter Anblick zu dieser Jahreszeit. Der typisch italienische Stil. Da in den Häusern kaum Heizung zu finden war, weil es hier nie so kalt wurde, froren wir doch ziemlich.

Am nächsten Morgen jedoch konnten wir wieder draußen sitzen, in einem Kaffee am Hafen, wo wir unser Frühstück einnahmen, das aus frischen Croissants, Marmelade und Capuccino bestand.

Dann begaben wir uns an die Anlegestelle, wo wir noch etwas zu warten hatten. Da Josephine noch gestillt wurde, ließ es sich nicht vermeiden, dass Vera ihr die Brust geben musste. Sie saß auf einer Holzkiste mit halb entblößter Brust. Junge Italiener, die mit dem Beladen von Schiffen beschäftigt waren, konnten ihre Blicke nicht davon abwenden. Eine blonde junge Frau, sowieso etwas seltenes in Italien, und dann noch mit nacktem Busen. Ein Anblick, der ihnen nicht alle Tage geboten wurde.

Auf der Insel.

Endlich waren wir auf dem großen Dampfer, der uns zu der Nachbarinsel bringen sollte. Er steuerte sie auch an, jedoch konnte noch immer keine Landung stattfinden. So mussten wir wohl oder übel mit zum nächsten Hafen. Die Insel ragte hoch aus dem Meer und aus dem Gipfel des Stromboli strömte ständig Rauch aus, so dass sich hier immer dunkle Wolken auftürmten. Der Ort gleichen Namens Stromboli bot eine reguläre Anlegestelle. Nun waren wir am Hafen und was nun. Wieder waren wir gezwungen, uns ein Quartier für eine Nacht zu suchen.

Auf einem Schild am Hafen, von wo aus es gleich steil bergan ging, wurde vor dem Vulkan gewarnt: "Vulcano, pericoloso" stand auf dem Schild und unmissverständlich zeigte es einen spitzen Bergkegel, aus dem Steine flogen.

Es gab Hotels am Strand. Sie schienen uns jedoch zu teuer, und so sprachen wir einen Mann an, der uns schließlich ein Haus empfahl, welches vermietet wurde. Ein Rollerfahrer brachte unser Gepäck in einer mehrmaligen Fahrt zu einem Haus, welches am Strand lag. Es war recht hübsch, und wir konnten ständig das Meer rauschen hören.

Hier hatten wir nun eine komplette Wohnung, nur dass sie eben noch nicht in Ginostra war auf der anderen Seite der Insel. Es gab zwar einen Weg dorthin, doch führte er am Vulkan vorbei, und das wollten wir uns mit unserem Gepäck nicht zumuten.

Wir fanden in der Nähe eine Art Supermarkt, der stundenweise geöffnet hatte. Hier kauften wir ein, um uns unser Abendessen selbst zu kochen. Da es auch hier wieder nach Sonnenuntergang sehr kalt wurde und sich ein Ofen in einem Raum befand, versuchten wir Feuer zu machen. Natürlich war kein Holz da. So machte ich mich auf die Suche nach Holz und dachte schon, dass ich welches finden würde. Da jedoch kaum Bäume auf der Insel waren, fand ich nur feuchte Baubretter, mit denen kaum ein Feuer zu machen war. Dann hatte ich auch geglaubt, es wären Eierbriketts da, doch es stellte sich heraus, dass es schwarze Lavasteine waren. Warum diese in der Nähe des Ofens lagen, war jedoch nicht klar. Vielleicht hatte schon einmal jemand versucht, auf diese Weise Feuer zu machen. Wir gingen dann noch ein wenig durch die Straßen, wo es verschiedene Ferienhäuser gab.

Unter den Häusern befand sich auch eine "Villa Ingrid" und erinnerte daran, dass hier zu Beginn der 50iger Jahre mit Ingrid Bergmann ein Film Namens "Stromboli" gedreht wurde. Es war der erste wenig erfolgreiche Film mit dem Regisseur Rosselini, mit dem sie ein Verhältnis begonnen hatte, woraufhin sie von Hollywood zunächst erst einmal gemieden wurde. Ich habe später diesen Film einmal gesehen und suchte mich vergeblich an die Insel zu erinnern. Gezeigt wurden ständig dunkle Felsen, kleine Fischerhäuser und ärmliche Italiener. Ingrid Bergman spielt eine junge Frau, die einen jungen Mann aus dem Fischerdorf heiratet, sich dann dort aber nicht eingewöhnen kann. Sie sehnt sich nach Luxus und einer anderen Umgebung und versucht aufs Festland zu fliehen, was ihr zunächst misslingt. Der Film endet mit einer ziemlich irrealen Szene am Vulkan, wo die junge Frau, hochschwanger, geflüchtet ist, um am nächsten Tag von Ginostra aus mit einem Boot nach Sizilien zu gelangen. Die letzte Szene zeigt eine noch sehr junge Ingrid Bergmann, die im Feuerschein des Vulkans trotz ihrer Verzweiflung in Verzückung ausbricht.

Der ganze Ort machte einen etwas heruntergekommenen Eindruck. Auch der schwarze Strand hellte das ganze nicht auf. Mir war etwas unheimlich, ich glaubte ständig Geräusche zu hören, etwa Explosionen des Vulkans. Es war aber das Meer und der Wind, welcher an losen Fensterläden heulte.

Am nächsten Morgen weckte uns die Sonne. Wir hatten noch etwas Zeit, bis wir am Hafen unser Schiff besteigen mussten. Es schien so warm zu sein, dass Andrea und schließlich auch Vicki es wagten, im Meer zu baden. Erstaunlich im Dezember. Die Wellen waren auch nicht mehr so hoch, so dass wir endlich - es war schließlich schon Heiligabend - ans Ziel gelangen konnten.

Der Hafen von Ginostra war felsig. Als wir mit den Boten landeten - außer uns steigen nur wenige Fahrgäste aus - mussten wir steil bergan gehen. Wir wurden von zwei jungen Männern, die dort mit einem Esel standen, erwartet. Sie luden unser Gepäck auf den Esel, und wir gingen bergan. Nach ca. 20 Minuten erreichten wir ein flaches Haus mit großen Terrassen. Das war für die nächste Woche unser zuhause. Es fand sich auch die Hausvermittlerin ein, eine Deutsche namens Carola. Wir wurden hineingeführt und fanden alles recht gemütlich. Es gab eine große Küche, eine Art Wohnraum, an dessen Wänden sich auch 2 Betten befanden. Dann gab es noch ein Wohnzimmer, zu dem man über einige Stufen gelangte, ebenfalls mit einem Etagenbett. Hier wollte Andrea schlafen.

Dann gab es noch ein weiteres Schlafzimmer, welches ebenfalls einen Ausgang auf die Terrasse hatte. Carola erklärte uns, das wir zum Heizen eine Propangasflasche erhalten würden. Licht gab es aus einer Solaranlage, wenn auch nur trübe. Wir hatten jedoch eine größere Menge an Kerzen erstanden. Der Kühlschrank ist defekt, meinte sie, aber es sei ohnehin kalt, so dass wir ihn nicht brauchen würden. In der Tat war es besonders nachts recht kalt, so dass wir meist in Pullovern schliefen.

Ich sorgte mich um das Baby. Josephine schrie viel, was jedoch wohl weniger die Umgebung war, als dass sie Koliken hatte.

Der Kochherd bestand aus 2 Platten, die ebenfalls mit dem Propangas betrieben wurde. Wasser musste man aus einer Zisterne pumpen. Die Küche hatte auch einen separaten Ausgang, mit eingelassenen Holzbänken vor der Türe. Dann gab es einige Stufen, über die man in die Gartenanlagen gelangte. Die Gärten der einzelnen Häuser gingen ineinander über. Es gab keine trennenden Zäune. Im Garten wuchsen Zitronenbäume und hohe Büsche von Gewürzsträuchern.

Die Gärten waren traumhaft. Es blühte mitten im Winter. Über die steinernen Terrassen ergossen sich Geranien und alle möglichen Arten von Sukkulenten. Die Hummeln summten. Der Blick aufs Meer war fantastisch. Die kleinen flachen Häuser schmiegten sich an den Hang. Unten am Hafen konnte man einen Kirchturm sehen. Weiter oben am Hang wuchsen Olivenbäume. Es gab kleine, verschlungene Pfade zwischen den Häusern, die auch durch die Gärten führte.

Mittags war es so warm, dass wir uns auf der Terrasse sonnen konnten. Ansonsten waren wir damit beschäftigt, einzukaufen, zu kochen und die Zimmer aufzuräumen, die manchmal einem Lager glichen. Bald hatte ich mich mit der Küche vertraut gemacht. Katzen fanden sich ein, welche auch im Haus übernachteten, da es hier warm war. Manchmal lag nachts eine gelbgetigerte Katze zu meinen Füßen auf dem Bett, was ich sehr begrüßte, denn die Kälte war empfindlich.

Wir kochten viel Spaghetti, brieten sie in Olivenöl, welches auch hier ziemlich teuer war. Es gab zwei Supermärkte am Ort, die jedoch nur stundenweise geöffnet hatten. Einmal fand ich den einen auch zur Öffnungszeit verschlossen. Ich machte mich auf den Weg zu dem Betreiber und fand ihn in seinem Hause beim Essen. Die Küche war umlagert von gelbgetigerten Katzen.

Rund um unser Haus fanden sich immer zahlreicher Katzen ein, denn ich fütterte sie. Als ein großer gelber Hund auftauchte, den Onno von einem Gang auf den Stromboli mitbrachte, verschwanden jedoch die meisten.

Als das Wetter wieder stürmisch wurde, gab es kein Brot mehr auf der Insel. So versuchten wir, selbst Brot zu backen. Da es keine Hefe im Supermarkt gab, mussten wir Backpulver nehmen. Und so war denn unser Brot recht hart und pappig. Es dauerte einige Tage, bis der Dampfer wieder anlegen konnte. Die Baguette-Brote im Supermarkt waren im Nu ausverkauft.

Wir unternahmen kleine Spaziergänge zwischen den Häusern am Hang. Es befand sich dort auch ein Olivenhain mit recht alten Bäumen. Eines der Häuser sollte der Mafia gehören, erzählte uns Onno. Der Esel würde immer einen großen Bogen um dieses Haus machen. Es müsse damit eine besondere Bewandtnis haben.

Einmal ging ich allein bis zur Spitze der Insel, wo man den Berg besser sehen konnte. Ich ging zwischen den Häusern hindurch, an Mauern vorbei und durch traumhaft schöne Gärten mit riesigen Kakteen, Agaven, Rosmarinsträuchern, die blühten. Am Olivenhain war ich dann wohl vom Weg abgekommen und musste mich durch dorniges Gestrüpp kämpfen. Oberhalb des Ortes begannen dann Felsen. Große Steine lagen auf grasbewachsenen Hängen. Ich ging über das Gras, trat auf einen überwachsenen Stein und fiel lang auf den Boden. Mein Knie schmerzte, und ich musste zurück humpeln. Es begegneten mir nur wenige Menschen.

Auf der Insel gab es zwei Fischerfamilien, die in Konkurrenz miteinander standen, denn beide betrieben die kleinen Boote, welche an den großen Schiffen anlegten, um Gäste auf die Insel zu bringen. Der eine Fischer war eher dafür, die Wege der Insel etwas auszubauen, der andere wollte den ursprünglichen Zustand erhalten.

Auch die beiden Deutschen, von denen der eine als eine Art Öko-Beauftragter fungierte, waren nicht dafür, mehr Touristen anzulocken. Wir fanden das ganz gut, jedoch als ich mich mit Andrea und Onno auf den Weg zum Vulkan machte, verursachte der Zustand des Weges doch einige Beschwerlichkeit. Wir gingen zunächst hinüber zum Friedhof, auf dem sich auffallend viele Gräber aus dem Jahre 1929 befanden. In diesem Jahr war der Vulkan ausgebrochen und die herabströmende Lava hatte die Grenze des Ortes erreicht. Am Wege fanden sich noch immer verdorrte Bäume, die ihre nackten weißen Äste gen Himmel streckten.

Es ging immer steiler bergan. Man musste auf allen vieren klettern. Es war eher ein Pfad als ein Weg. Auf ihm befand sich Geröll, welches bei jedem Schritt hinunterrollte. Da ich ungeübt war, musste ich bald aufgeben, denn ich bekam Herzrasen. Brigitta und Onno stiegen weiter bergan. Ich setzte mich auf einen großen Stein und genoss die Aussicht.

Nach einiger Zeit machte ich mich langsam auf den Rückweg, denn die Sonne war am untergehen und in Kürze würde es dunkel sein. Als ich mich umwandte, sah ich meine Tochter in großen Sprüngen den Weg hinunterkommen. Onno in einiger Entfernung dahinter. Beide waren ziemlich hochgestiegen, hatten jedoch den Rand des Vulkans nicht mehr erreicht.

In jedem Jahr verunglückten dort Menschen, die sich zu nahe heranwagten und von giftigen Dämpfen ergriffen oder von herausfliegenden Steinbrocken erschlagen wurden. Es war nicht ganz ungefährlich dort. Doch es gab auch Nachtwanderungen, da man dann ja die rotglühenden Lavabrocken, die hochgeschleudert wurden, am besten sah. Ständig floss auch Lava an einem steilen Abhang in das Meer.

An einem der Weihnachtsfeiertage gegen Abend vermisste ich Clemens und hörte, dass er bei dem einen Deutschen in dessen Haus weilte. Ich machte mich auf den Weg und fand beide Männer in Liegestühlen vor einem Kamin sitzen. Der ganze Raum war jedoch recht unwohnlich. Holz und Kohle lag auf dem Fußboden. Laute Wagnermusik ertönte von einem Plattenspieler.

Den Jahreswechsel verbrachten wir bei dem einen Fischer. Dort schienen alle Menschen des Ortes versammelt zu sein. Draußen unter der Pergola saß man auf Holzbänken und drinnen in einem größeren Raum ertönte Tanzmusik. Das Baby hatten wir in einem Schlafzimmer des Ehepaares auf ein Bett gelegt. Doch Josephine schlief nicht. Von Zeit zu Zeit nahmen wir sie hoch, um sie zu trösten.

Es gab ein großartiges Essen mit mehreren Gängen: Lasagne, Kaninchenbraten mit Pilzen und Knoblauch, der sehr schmackhaft war. Unser Gastgeber, der Fischer Enzo war guter Laune. Er nagte die Knochen des Kaninchens ab und ergriff schließlich den Kopf, aus dem er zum Entsetzen der anderen Gäste die Augen auslöffelte. Diese sollten besonders gut schmecken. Dann gab es noch einen Obstsalat aus frischen Orangen und zum Schluss Kuchen. Wir hatten schon unterwegs große bunte Packungen gesehen, in denen sich hoher Kuchen in einer Art Gugelhupfform befand. Der Kuchen war locker mit Rosinen und Schokoladenstückchen.

Auch ein kleines Feuerwerk wurde abgezündet. Clemens hatte ebenfalls einige Raketen dabei. In weiter Ferne sahen wir auf Sizilien ebenfalls Raketen in den Himmel steigen. Die Stimmung war gut, die Musik wurde lauter, und es wurde getanzt.

Aber auch den Ätna sahen wir. Rotglühender Rauch stieg aus seinem Kegel auf. Der Vulkan war ausgebrochen, wenn auch nicht sehr stark.

An einem der nächsten Tage unternahmen wir eine Rundfahrt durch die Inselwelt. Neben Lipari, der größten Insel waren da noch Salina, Panaria, Filicudi und Alicudi. Vor Stromboli befand sich ein steil aus dem Meer ragender Felsen, genannt Stromboliccio.

Auf eine der Inseln wurde Bimsstein abgebaut. Ansonsten waren die Inseln recht kahl mit kleinen weißen Häusern bestanden, an denen wegen der Sommerhitze sich kaum Fenster befanden. Es war fast schon orientalischer Baustil; die afrikanische Küste war nicht weit entfernt.

Eine weitere Insel Vulcano hatte heiße Quellen aufzuweisen. Wir sahen ein ebenes Hochfeld mit kleinen Erhebungen. Dazwischen strömte Rauch aus. Einige Fahrgäste sahen beunruhigt hinüber, denn es hieß, die Tätigkeit des ausströmenden Gases habe in letzter Zeit zugenommen.

Bei einem der Spaziergänge auf den steinigen Wegen stolperte Ulrich und verletzte sich die Hand, auf die er sich stützte. Es gab eine Rote-Kreuz-Station im Ort. Da es nicht ratsam schien, dass er wieder den Weg bis in den Ort hinüberkletterte, ging ich los. Ich fand schließlich das Haus, doch ein Arzt war nicht zu sehen. Man hatte mir gesagt, ich solle laut rufen, da der Arzt meist in der Nähe sei. Ich rief also mehrmals laut "Medico", was recht dramatisch klang. Nichts tat sich, nur eine uralte Frau kam aus einem Keller ans Tageslicht. "Si, si" meinte sie, der Arzt würde schon kommen, glaubte ich zu verstehen.

In der Tat erschien ein junger Mann, der hier Dienst zu versehen hatte. In Englisch machte ich ihm klar, was geschehen war. Er begleitete mich zu unserem Haus, in dem noch alle beim Frühstückstisch saßen. Er mochte sich über die Zusammensetzung unserer Gesellschaft wundern und hielt wohl Onno und mich für das Elternpaar. Er nahm nun Clemens, den Onno begleitete, mit in seine Praxis, wo er ihm eine Tetanusspritze verpasste.

Eines Abends gingen wir mit der Taschenlampe in den Ort hinunter, wo eine kleine Bar geöffnet haben sollte. Hier befand sich jedoch außer dem Wirt und uns niemand weiter. Wir nahmen einige Drinks zu uns. Eine rechte Stimmung kam jedoch kaum auf, da es hier empfindlich kalt war. An den Wänden der Bar hingen Fotos von jungen Menschen, die hier im Sommer gewesen waren. Der Ort stand auch etwas in dem Ruf, ein Treffpunkt für "gays" zu sein.

Die Sommer sollten hier mörderisch heiß sein, erzählte uns Onno. Auch in den dickwandigen Häusern, wo kaum Tageslicht einfiel, sei es hieß wie im Backofen, besonders bei Südwind, da dieser aus der Sahara herüberwehte.

Vorn am Hafen war eine kleine Plaza mit einer alten Kirche. Dann gab es einige terrassenförmige Anlagen mit Säulen zum Meer hin. Alles war in einem verfallenen Zustand. Vielleicht wäre es doch besser, den Hafen etwas auszubauen. Auch die Wanderwege hielt ich für verbesserungswürdig. Damit stieß ich bei dem einen jungen Deutschen auf heftigen Widerspruch. Die Touristen sollten ruhig barfuss die steinigen Wege hinaufgehen. Man wollte auch gar nicht so viele Touristen im Ort haben. Es gab auch kein Hotel, sondern nur die vermieteten Häuser, die Italienern, auch aus Mailand, gehörten. Jetzt um diese Zeit standen die meisten der kleinen Häuser und Bungalows leer. Abends, wenn es dunkel wurde, sah man kaum ein Licht, und die,die leuchteten, waren recht schwach. Man saß bei Kerzenschein, da die Solaranlagen nicht sehr viel Energie spendeten.

Die beiden Deutschen kümmerten sich auch um den Müll. Es gab eine kleine Müllhalde, auf der die Reste unserer Zivilisation verarbeitet wurden. Ich achtete sehr darauf, den Müll zu trennen und tat jedes Teebeutelchen, jede Zitronenschale extra.

Die Rückreise.

Als unsere Zeit sich dem Ende zuneigte, kümmerten wir uns um die Rückfahrt. Wir hofften, dass wir mit dem Schiff nach Neapel fahren konnten. Es gab einige Schwierigkeiten, damit wir die nicht angetretene Hinfahrt dafür benutzten konnten.

So machten wir uns eines Nachmittags Anfang Januar auf den Weg hinunter zum Hafen. Unsere Koffer wurden wieder von dem Esel transportiert. Wir standen auf den Steinen und warteten auf den Dampfer. An der Anlegestelle gab es eine Seilwinde, welche Boote an Land ziehen konnte und den Berg hinauf.

Josephine, die einen Moment auf die Steine gelegt wurde, begann zu weinen. Es war ihr wohl ungemütlich. Einige Menschen standen an der Mole und sahen zu, wie wir in das Boot stiegen, welches uns zum Schiff brachte. Wir blickten noch mal zurück zur Insel, zum Stromboli, aus dem immer eine Rauchwolke aufstieg. Dann begaben wir uns unter Deck. Wir waren froh, dass es keinen Sturm gegeben hatte. In der Kabine war es heiß und stickig, doch am nächsten Morgen landeten wir wohlbehalten in Neapel.

Es war noch früh. Unser Flugzeug sollte erst mittags starten. Wir konnten uns jedoch nicht einigen, was wir vom Hafen aus unternehmen sollten. Da es nun einen handfesten Streit gab, ging ich schließlich los. Mit meinem schweren Koffer und humpelnd von dem Sturz auf der Insel erntete ich mitleidige Blicke. Ich nahm schließlich ein Taxi und vergewisserte mich, ob meine Lire noch reichten. Ich fragte den Fahrer, der nickte. So war ich dann am Flughafen und wartete in der Halle. Schließlich erschien meine Tochter. Auch sie hatte sich von den anderen getrennt.

Unser Flugzeug startete mit einer Zwischenlandung in Rom, wo wir jedoch das Flugzeug nicht verließen. Wir flogen in dichte Wolken, die, je mehr wir nach Norden kamen, in einen dichten Nebel übergingen. In Mailand konnten wir nicht landen. Unser Pilot flog Bergamo an, wo er blind landete.

Nun wussten wir, dass es Schwierigkeiten mit dem Weiterflug geben würde. Viele Flüge waren gestrichen. An dem Tag kamen wir nicht mehr weg. Ein Bus brachte uns schließlich nach Mailand, wo wir in einem Hotel übernachteten. Der zweite Teil unserer Odyssee hatte begonnen. Durch dichten Nebel fuhr der Bus mit uns bis in die Innenstadt Mailands. Es war ein Luxushotel, wo wir auch für Gutscheine ein Abendessen zu uns nehmen konnten. Andrea und ich hatten ein Doppelzimmer mit separatem Bad. Es war wirklich sehr nobel. Auch ein kleiner Kühlschrank befand sich darin. Da wir großen Durst hatten, entnahmen wir ihm einige kleine Dosen und Fläschchen, ohne zu wissen, dass uns das ca. 100 DM kosten sollte.

Die Italiener im Hotel waren nicht sehr freundlich über diese zwangsweise einquartierten Gäste. Wir nahmen auch kein Abendessen ein. Am nächsten Morgen sollte ich, wie gesagt, per EC-Scheck DM 100,00 für die Getränke aus dem Kühlschrank bezahlen. Ich weigerte mich zunächst und wollte, dass das nicht eingenommene Abendessen dafür angerechnet wurde. An der Rezeption wurde man nun zynisch. Clemens bezahlte schließlich, da ich mich noch immer weigerte.

Unser Bus fuhr uns zum Flughafen von Mailand. Natürlich waren die Ausfälle vom Vortag noch nicht abgewickelt. Wir standen mehrere Stunden an einem der Schalter, wo es überhaupt nicht weiter ging bis auch noch ein Computer abstürzte. Wir hatten schließlich einen Flug bekommen, allerdings nur bis Frankfurt, doch erhielten wir unsere Bordkarte nicht. Ich sagte schließlich zu dem Mann am Schalter, dass er uns zum Flugzeug bringen solle. Eine junge Angestellte mit Handy brachte dann unsere kleine Gruppe zum Abflug, der durch ihren Ruf schließlich noch aufgehalten werden konnte.

Nun saßen wir im Flieger nach Frankfurt. Von da aus hofften wir, nach Berlin zu kommen. Über Frankfurt musste der Pilot eine Dreiviertelstunde bis zur Landeerlaubnis kreisen. An Bord hatte es auch keine Verpflegung gegeben. Erst am Schalter der Lufthansa konnten wir uns durch abgepackte Nahrungsmittel versorgen. Wir bestiegen dann einen Airbus nach Berlin.

Als wir in der Mitte Platz nehmen wollten, sah ich einen Bekannten, einen Arbeitskollegen aus der Universität, Professor der Latinistik. "Ach, Professor M., dass ich Sie hier oben treffe, warum auch nicht". Er sah mich entgeistert an. Die Welt schien doch ein Dorf zu sein. Dieser Mann kam aus San Franzisco und arbeitete zwei Türen weiter auf dem gleichen Stockwerk wie ich.

"Ob wir wohl jetzt in Berlin landen?" meinte meine Tochter. "Ich bin mir nicht sicher", sagte ich, "noch sind wir nicht da". Der Flug nach Berlin war sehr unruhig, auch hier war das Wetter stürmisch. Unsere Reise endete, wie sie begann.

Und in der Odyssee heißt es zu Beginn des 10. Gesanges:

"Und wir kamen zur Insel Äolia. Diese bewohnte

Äolos, Hippotes' Sohn, ein Freund der unsterblichen Götter

Undurchdringlich erhebt sich ringsum das schwimmende Eiland,

Eine Mauer von Erz, und ein glattes Felsengestade.

Kinder waren ihm 12 in seinem Palaste geboten,

Lieblicher Töchter 6 und 6 blühende Söhne.

Und er hatte die Töchter den Söhnen zum Weibern gegeben.

Bei dem geliebten Vater und ihrer herrlichen Mutter

Schmausen sie stets, bewirtet mit tausend köstlichen Speisen.

Und das duftende Haus erschallt von Tönen der Flöte

Tages, aber des Nachts ruht neben der züchtigen Gattin

Jeder auf prächtigen Decken im schöngebildeten Bette.

Und wir kamen zu ihrer Stadt und schönem Palaste.

Einen Monat bewirt' er mich ...

Als ich nun weiter verlangte und ihm um sichre Geleitung

Bat, versagt er mir nichts und rüstete mich zu der Abfahrt.

Und er gab mir, verschlossen im dichtgenähten Schlauche

Vom neunjährigen Stiere, das Wehn lautbrausender Winde.

Denn ihn hatte Kronion zum Herrscher der Winde geordnet,

Sie durch einen Befehl zu empören oder zu schweigen.

Und er knüpfte den Schlauch mit glänzendem silbernem Seile

Fest in dem hohen Schiffe, dass auch kein Lüftchen entwehte.

Dass er die Schiff' und uns selber heimführete. Aber dies

sollte nicht geschehn; denn wir sanken durch eigene

Torheit ins Unglück.

Schon durchsegelten wir neun Tag' und Nächte die Wogen;

Und in der zehnten Nacht erschien uns das heimische Ufer,

dass wir schon in der Nähe die Feuerwachen erblickten.

Jetzt jedoch schlummert ich ein, ermüdet von langer Arbeit;

Denn ich lenkte beständig das Steuer und ließ die Gefährten

Keinen dazu, um geschwinder das Vaterland zu erreichen.

Und die Genossen besprachen sich heimlich untereinander,

Wähnend, ich führte mit mir viel Gold und Silber zur Heimat,

Äolos' Ehrengeschenke, des hippotadischen Königs...

"Nun hat Äolos dieses Geschenk aus besonderer Freundschaft

Ihm verehrt! Auf, lasst uns eilen und sehen, was dies sei,

Wie viel Silber und Gold in diesem Schlauch doch stecke."

Also sprach man. Es siegte der böse Rat der Genossen,

Und sie lösten den Schlauch, und mit einmal entsausten die

Winde. Plötzlich ergriff sie der Sturm und schleuderte weit

in das Weltmeer die Weinenden, ferne vom Vaterlande. Da fuhr

ich schnell aus dem Schlaf und erwog in meiner unsträflichen

Seele, ob ich vom Schiffe hinab in die tobenden Wogen mich

stürzte oder es schweigend erduldet und noch bei den Lebenden

bliebe; Aber ich duldet und bleib und lag mit verhülltem

Antlitz auf dem Verdeck; und es warf der Orkan lautbrausend

die Schiffe nach der äolischen Insel zurück; es seufzten die

Männer.

Allda steigen wir aus an den Strand und schöpften Wasser

Schnell bereiteten uns die Gefährten ein Mahl bei den Schiffen

Und sobald wir das Herz mit Trank und Speise gestärkt,

Eilt ich, von unserem Herold und seinen Gefährten begleitet

Zu der herrlichen Burg des Äolos. Diesen erblickt ich

Sitzend mit seinem Weibe und seinen Kindern beim Schmause.

Und wir gingen ins Haus und setzten uns neben den Pfosten

Auf die Schwelle dahin; Sie erschraken im Herzen und fragten:

"Siehe, woher Odysseus? Welch böser Dämon verfolgt dich?

Haben wir doch die Fahrt so sorgsam gefördert, damit du

Heim in Dein Vaterland, und wohin dirs beliebte, gelangtest?"

Also sprach man; und ich antwortete, traurigen Herzens:
"Meine bösen Gefährten, die sind mein Verderben, mit diesen

Ein unseliger Schlaf! Ach, helft mir, Freunde! Ihr könnt es."

Also wollt ich sie mit schmeichelnden Worten gewinnen.

Aber sie schwiegen still; der Vater gab mir zur Antwort:

"Hebe dich eilig hinweg von der Insel, du Ärgster der

Menschen! Denn es geziemt mir nicht, zu bewirten noch weiter

zusenden einen Mann, den die Rache der seligen Götter

verfolget. Hebe dich weg! Denn du kommst mit dem Zorne der

Götter beladen!" Also sprach er und trieb mich Seufzenden aus

dem Palaste. Und wir steuerten jetzt mit trauriger Seele

von dannen. Aber den Männern entschwand das Herz am

ermüdenden Ruder, unserer Torheit halber, weil weiter kein

Ende zu sehen war.

Nun, wir hatten keinen Odysseus dabei und erhielten auch die Winde nicht zum Geschenk. Aber etwas Wahres muss n dieser Stelle der Odyssee dran gewesen sein. Die Winde waren wegen der Neugier der Gefährten entwichen und sorgten für Turbulenzen. Wir hatten in Neapel festgesessen, wurden zwischen den Inseln umhergetrieben und konnten auf Stromboli nicht landen.

 


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