Vordorf
Vordorf

Helga Gillmeister
Waldweg 3
38533 Vordorf
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Vordorf
eine Gemeinde im Landkreis Gifhorn.

Das Dorf liegt auf halber Höhe zwischen Braunschweig und Gifhorn. Von Braunschweig kommend überquert man den Mittellandkanal, gelangt durch Meinholz, welches mit seinen wenigen Gehöften und Häusern zu Meine gehört, um dann links nach Vordorf in eine ca. 1 km lange Kreisstraße abzubiegen. Die Häuser stehen auf flachem Land. Die roten Dächer und der Kirchturm sind von Bäumen umstanden. Die Straße ist rechts und links von jungen Bäumen bestanden, auf der linken Seite befindet sich eine Buschrosenhecke. 

Auf dem erst vor einigen Jahren errichteten Gewerbegebiet hat sich vor allem ein Autohändler platziert. Zahlreiche Jahreswagen stehen auf dem grünen Rasen der löblicherweise von Tujabäumen abgegrenzt wird. Ein höheres Gebäude, ebenfalls der Kraftfahrzeugindustrie zuzurechnen sowie ein Gebäude mit blauem Dach, welches zu einem Bestattungsunternehmer gehört, befinden sich dort.


 
Sodann gelangt man eine Kreuzung, von der links der "Waldweg" abgeht und rechts die Hauptstraße, die in das eigentliche Dorf führt. 

Hinter einem größeren Wohnhaus, von allen Seiten von Straßen umgeben befindet sich der Sportplatz


 mit einem Dorfgemeinschaftshaus und einem Spielplatz.

Vorn rechts an der Kreuzung befindet sich ein Fachwerkhaus, welches vor Jahrzehnten schon recht verfallen war und dann aber von einem Autohändler artgerecht restauriert wurde. Eine große Eiche steht am Fußweg, dahinter eine große Rasenfläche. Vor dem eigentlichen Wohnhaus steht ein kleineres ehemaliges Stallgebäude, welches als Autowerkstatt diente.


 Nun aber ist der Geschäftsbetrieb nach Meine verlegt. Hinten auf der Rasenfläche steht ein ziemlich großes Gewächshaus, welches nach langen Jahren der Fertigstellung nun Pflanzen beherbergt, welche man jedoch aus der Entfernung nur schwer erkennen kann. An das Grundstück anschließend befindet sich ein weiteres älteres Wohnhaus, welches renoviert und an der Fassade verkleidet wurde, so dass es fast modern anmutet. Daran anschließend stehen Reihenhäuser in langer Front abgewandt zur Hauptstraße. 


Der Zaun wird unterbrochen von einer riesigen Eiche, die seit dem Bau einige trockene Zweige aufweist. Hier befindet sich auch auf jeder Seite eine Bushaltestelle mit jeweils einem kleinen vor Regen schützenden Unterstand. Zwei Buslinien halten dort. An der Hauptstraße liegen teilweise alte Bauernhöfe und Gebäude verschiedener Handwerker, wie einem Malereibetrieb, einer Tischlerei, einem Heizungsbaubetrieb - der ehemaligen Schmiede - und einem Elektroinstallationsbetrieb.



Dieses Gebäude, ein Fachwerkhaus aus der Jahrhundertwende beherbergte früher eine Bäckerei, deren Eingang zugemauert wurde. Auf der rechten Seite öffnet sich eine Toreinfahrt zu einer alten Fachwerkscheune.



 Der Hof wird nicht mehr bewirtschaftet. Gleich dahinter ein weiteres typisch niedersächsisches Fachwerkhaus mit Scheune und angrenzendem Wohnhaus, welches von einem Architekten bewohnt wird, der am Zaun entlang Tannen anpflanzte, aber sonst Garten und Gebäude in der alten Form erhalten hat.


Links dahinter geht die sog "Kurzestr." ab, auf deren anderer Seite sich der "Gasthof Zur Post" befindet. über ein großes Hofgelände gelangt man zum Saal, in dem früher als das Dorf noch kleiner war Schützenfeste gefeiert wurden. 



Heute werden dort kleinere Festlichkeiten begangen; auch eine Kegelbahn sorgt für Abwechslung. Im Gastättengebäude befindet sich der einzige Supermarkt des Dorfes: eine Mischung aus Selbstbedienungs- und Tante-Emma-Laden mit seinem umfangreichen Sortiment. Gegenüber liegt ein größerer ehemaliger Bauernhof, im Jugendstil erbaut. Rechts und links vom kopfsteingepflasterten Hof befinden sich umfangreiche Scheunen und Vorratshäuser.
Der Hof ist nun nicht mehr im Betrieb. 

Sodann gelangt man zum Lindenplatz mit seinem Ehrenmahl.



An diesem Platz liegen verschiedene Höfe, von denen vor allem ein weißes Fachwerkhaus auffällt. Auch dieser Hof ist kopftsteingeflastert. Der Platz wird im Norden von zwei weiteren Höfen eingerahmt. Der eine besteht aus größeren roten Backsteinhäusern, der andere aus einem Fachwerkhaus. Auch dieser Hof ist seit langem nicht mehr in Betrieb. Nachdem jahrzehntelang ein weiterer größerer Supermarkt mit Schlächterei dort betrieben wurde, ist dort nun ein Bauplanungsbüro beheimatet. Südlich des Ehrenmals ein weiterer großer Bauernhof aus grauem Klinker mit einer gemauerten Toreinfahrt. 




Auf der gegenüberliegenden Seite ein Stück abseits der Straße ein schönes Gebäude mit einer Freitreppe und Säulen vor dem Eingang, dessen Fassade teils getüncht, teils aus rotem Klinker besteht. Auf der gleichen Seite ein Brunnen mit Pumpe. Davor eine Tafel mit dem Straßenplan des Dorfes, dann Schaukästen für Bekanntmachungen der Gemeinde und der Sportvereine.



Die Hauptstraße macht dann einen Knick nach rechts und der Blick fällt auf die alte Dorfkirche, "Kapelle" genannt, da sie zur größeren Kirche der Gemeinde Adenbüttel gehört. Unterteilte Bogenfenster unterbrechen eine Backsteinfassade. Der Turm ist spitz und aus rotem Klinker gemauert. Rechts daneben ein kleineres Fachwerkhaus, dem früheren Lehrerhaus. Denn hier befand sich früher die kleine Schule mit einem Klassenraum. Links neben der Kirche ein Durchgang zu einem älteren Haus.

 
Daneben ein sehr altes Fachwerkhaus, dessen Fassade mit den kleinen Fenstern man nun leider mit Schiefer verkleidet hat. Es stammt aus dem 17. Jahrhundert. Auf der linken Seite gleich an der Straße liegend ein großes 2stöckiges Backsteinhaus, dem früheren Gasthaus "Zur Linde". Gasthaus sowie Linden sind verschwunden. Aus den vielen Räumen des Hauses, zu dem auch eine landwirtschaftlicher Betrieb gehörte, sind Eigentumswohnungen geworden. 

Dann gelangt man auf der Hauptstraße zum Dorfteich, vor dem sich links ein direkt an der Straße liegendes Haus mit Fachwerkgiebel befindet. Der Teich ist umzäunt und fast mit Schilf zugewachsen. Zwischen diesen Häusern und hinter dem Teich erkennt man zahlreiche moderne Häuser, teils in Fertigbauweise, teils wohl aus individueller Planung stammend. Es sind weiße Häuser mit Ziergärten, Terrassen und Balkonen. 



Dann auf der linken Seite die Schule, die aus Turnhalle und dem langgestreckten Gebäude mit den Klassenzimmern besteht. Eine größere Rasenfläche und dann gelangt man über einige Stufen an einem säulenbestandenen Gang, der inzwischen zugebaut wurde entlang den Eingang. Rechts von der Schule befindet sich der Kindergarten, daneben ein Stück weiter ein langgestreckter barackenähnlicher Bau, dem Asylantenwohnheim. Vor der Turnhalle zweigt eine Straße ab, die an verschiedenen neugebauten Häusern und einem kleinen älteren Haus vorbei führt. Wendet man sich nach links so gelangt man einen größeren Bauernhof, einem Fachwerkhaus mit eichener Eingangstür, dessen Ländereien gleich hinter dem Haus beginnend bis nach Ochsenrode reichen. 

Auf der linken Seite Scheunen und Vorratsgebäude der an der Hauptstraße liegenden Häuser und Höfe. Geradezu ein rotes Backsteingebäude mit einem größeren davor liegenden backsteingepflasterten Hofgelände. Links daneben ein sehr altes Fachwerkhaus, welches früher der Schweitzer als Unterkunft diente. Links führt wieder die Straße am Ehrenmal vorbei und man gelangt auf die Weststraße, die parallel zur Hauptstraße verläuft. 

Auf der rechten Seite führt ein langer Weg zu einem weiteren großen Bauernhof, dessen Wohnhaus aus Fachwerk man von der Straße liegen sehen kann. Ach eine Tischlerei befindet sich dort. Davor ein neues Wohnhaus mit weiß verklinkerter Fassade. Daneben schließt sich ein großes zweistöckiges Gebäude mit einem davorliegenden Garten an - ein Hof - welcher nicht mehr bewirtschaftet wird. Auf der linken Seite die Rückseite eines Hofes mit seinen Stallgebäuden. Dann ein langgestreckter Backsteinbau mit großen Rundbogenfenstern: die Rückseite des Saales vom Gasthof "Zur Post". Alte, im 19. Jahrhundert oder früher gebaute Häuser wechseln mit Neubauten, die meist weiß verputzt mit Ziergärten davor die Straße säumen. Sie ähneln einander sehr. Meist gelangt man über einige Stufen über einen überdachten Vorplatz in einen Vorbau. Fast alle Häuser außer den Bungalows, von denen es auch eine Reihe gibt, haben Keller mit Fenstern. Hochliegende Keller werden zumeist als Hobbyraum oder Hauswirtschaftsraum genutzt. 

Manchen Häusern sieht man die Fertigbauweise an, doch zumeist sind die Häuser mit mehr oder weniger Selbsthilfe zwar individuell gebaut, doch sieht man ihnen den "Jahrgang" und die "Mode" an. Meist 1 1/2 geschossig mit zwei Fenstern im Giebel und mit rotem Ziegeldach versehen. Zum Garten hin auch meist Terrassen, umsäumt von Koniferen. 

In den Gärten wird zumeist kein Gemüse mehr angebaut. Riesige Rasenflächen, unterbrochen von Blumenbeeten, Tannen und anderem Ziergehölz wie Korkenzieherweiden und Tujabäumen. Dann gelangt man wieder zum Sportplatz. An der Kastanienallee beginnt nun jenes Neubaugebiet mit Baubeginn zu Anfang der 50iger Jahre mit den Straßen Wiesengrund und Mittelweg. Hier stehen auch wieder Häuser wie bereits an der Weststraße beschrieben. Wendet man sich nach rechts kommt man zum jüngsten Neubaugebiet des Dorfes, der Bahwiese. 


Auf der anderen Seiten liegen Straßen wie Tulpenweg und Blumenstraße. Hier sind die Häuser schon einige Jahre alt, und heranwachsende Büsche und Bäume lockern die dichte Bebauung auf. Ansteigende Grundstückspreise führen zu immer dichterer Bebauung. An der Bahwiese stehen auch mitunter recht kleine Häuser, deren Gärten noch nicht angelegt wurden oder man gerade dabei ist, etwas anzupflanzen. Doch zurück zu Kastanienallee. Geht man diese links hinunter so gelangt man zur Kreuzung Eickhorster Straße. und kommt am Friedhof vorbei. Hier sieht man die Rückseite der Häuser des Waldweges mit ihren großen Gärten, von denen einer nun auch demnächst ein Bauplatz wird.



Der Friedhof wurde in den letzten Jahrzehnten vergrößert. Doch auf dem Hauptweg stehen noch immer uralte, knorrige Lebensbäume. Dahinter eine relativ neue Friedhofskirche mit bis auf den Boden reichenden Schrägdach aus schwarzem Schiefer oder vielmehr Eternit.

 Die Eickhorster Straße macht dann einen Bogen nach rechts, wo wiederum vier ältere Häuser stehen, früher "Klein-Eickhorst" genannt. Gegenüber wieder die Altneubausiedlung mit den schon erwähnten Straßen Wiesengrund und Mittelweg. Geradeaus von der Eickhorster Straße gelangt man zum Mühlenweg, von dem die Lerchenstraße abzweigt. Am Mühlenweg das vorletzte ausgewiesene Neubaugebiet, die "Fiehe". 



Der Mühlenweg, früher ein Feldweg ist nun ein geteerter Radfahrweg, auf dem man in den Wald gelangt. An der Lerchenstraße stehen ca. 20 Jahre alte Häuser, die in gutem Zustand sind und an Häuser eines städtischen Vorortes erinnern. Sie haben nichts dörfliches mehr an sich. Mit ihren weißgeklinkerten oder geputzten Fassaden, auch aus rotem Backstein sind sie nobel anzusehen. Niedrige Holz- oder schmiedeiserne Zäune grenzen den Eingangsbereich der zurückliegenden Gebäude ab. In den Gärten stehen Blautannen, Lärchen und andere Ziergehölze.

Vordorf 2.

August 2001.
Das Wetter in diesem Sommer ist recht angenehm, da trockene Hitzetage, ohne sich schädlich auf die Natur auszuwirken, wieder von Regentagen abgelöst werden. Nur der Juni war zu kühl. So ließen Sonne und Feuchtigkeit gleichermaßen das pflanzliche Leben üppig wuchern. Das Gras an den Wegrändern ist sehr hoch gewachsen und die Stengel der Stauden haben sich teilweise platt gelegt. Auch die Wiesen und Weiden sind von sattem Grün bedeckt. Der Wald scheint in einem leidlich guten Zustand zu sein, da er nicht von Trockenheit heimgesucht wird.

Meine Spaziergänge führen mich in diesen Wochen auch mehrmals über die Felder rings um den Ort. Westlich des Dorfes als Verlängerung der Kastanienallee beginnt das Gebiet der Bahwiese, dessen Bebauung zunächst abgeschlossen ist, bevor das bereits ausgewiesene Gebiet Bahweise 3 weiter bebaut wird.


Die Fußwege sind nunmehr befestigt, was allerdings zu einer weiteren Versiegelung des Erdreiches führt und den Grundwasserspiegel wiederum senkt, da der Regen ja abfließ, ohne im Erdereich versickern zu können.
Das Ufer des Regenwasserrückhaltebeckens ist von der Gemeinde mit Bäumen und Strächern bepflanzt worden. Im Wasser wachsen Rohrkolben.


Ein Blick zurück von der schmalen Asphaltstraße, die in einen Feldweg nach Rethen übergeht, zeigt die großen bereits brachliegende Ackerflächen, auf denen bald mit dem Bau von Einfamilienhäuser begonnen wird.



Am linken Straßenrand stehen zahlreiche Eichenzwiesel vor einer Pferdeweide, an die sich Getreideflächen anschließen, auf denen noch Roggen steht.



Wenn man in den links abzweigenden Feldweg einbiegt, der in die Richtung zwischen Eickhorst und Rethen führt und nach ungefähr 2 km die Straße zwischen diesen beiden Dörfern kreuzt, findet man eine weitere Pferdeweide und bereits abgeerntete Roggenfelder.



Auch in südlicher Richtung am Mühlenweg sind die Kornfelder bereits abgeerntet, nur die Zuckerrüben stehen noch.

Westlich des Dorfes in Richtung der B4 gibt es neben dem Stadtweg und der Kreisstraße nach Meine zwei paraalel laufende asphaltierte Wege. Der eine ist die Verlängerung der Kampstraße und man kann auf ihm per Fahrrad nach Abbesbüttel gelangen. An seinen Rändern stehen noch uralte Apfelbäume, deren Äste teilweise bereits abgestorben sind.
Der Weg der auf dem nächsten Foto zu sehen ist, beginnt ungefähr in Höhe der Teichstraße. Die riesigen Roggenfelder hier werden möglicherweise bald von der Umgeheungsstraße bzw. der Verbreiterung der Bundesstraß durchschnitten.

Die Feldmark würde erheblich an Fläche verlieren, falls die Autobahn westlich um Meine herumgeführt wird, was im näechsten halben Jahr entschieden wird. Die Möglichkeit einer östlichen Umgehung, welche die Felder von Vordorf nicht berührt, besteht jedoch auch.




Wie auch immer entschieden wird, verschwinden wieder Anbauflächen unter der Versiegelung. Die jetzige Bundesstraße wird zweimal täglich zur Zeit des Berufsverkehrs sehr stark befahren, so daß es oft zum Stau kommt. Eine stärkere Hinwendung zum öffentlichen Nahverkehr, bzw. eine Verringerung der Fernlastzüge zugunsten der Schiene, würde den Ausbau überflüssig machen. Doch eine solche Entscheidung dürfte z. Zt. sehr unpopulär sein, zumal die ganze Region vom VW-Werk abhängig ist.

Die vorhandene Gewerbefläche am Stadtweg ist inzwischen voll bebaut.



Auch im alten Dorf schreitet die Bebauung weiter voran. Jedes ausreichend große Stück Garten wird zum Bauplatz.

Die Einwohnerzahl nimmt ständig zu. Trotzdem hat jetzt der letzte Supermarkt beim "Gasthof zur Post" zugemacht, was sich sehr nachteilig vor allem für ältere Menschen auswirkt.

Jahreswechsel 2001/02

Die folgenden Aufnahmen zeigen das Gebiet des Walweges am Dorfrand mit Blick auf die neue Gewerbesiedlung.





Diese letzten beiden Fotos zeigen vor dem Sportplatz in Richtung Dorfmitte die Strassenecke Kastanienallee/Eickhorster Strasse.

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